Löwenverkauf im Serengetipark

AUSGANGSSITUATION: Serengeti Park in Hodenhagen verkauft Löwen für die Jagd

 

Datum: 6. Mai 2010 14:28
An: info@serengeti-park.de

Sehr geehrte Damen und Herren,

bisher war ich ein Stammgast Ihres Parks. Ich habe mich immer sehr wohl gefühlt und die Anlage jedem weiterempfohlen.

Nachdem man nun erfahren musste, dass Sie Ihre Löwen an Jagdfarm(en) in Südafrika verkaufen, werde ich mit sofortiger Wirkung Abstand vom Serengeti Park nehmen.
Selbstverständlich werde ich solch eine Tat nicht unterstützen und Ihren Park daher niemals wieder besuchen. Zusätzlich werde ich meinen Freunden und Verwandten gleiches raten.

Solch eine Handlung macht mich fassunglos und zeigt auf, was für skrupellose und tierhassende Menschen hinter dem Management stehen.
Ohne Grund kommt solche eine Mitteilung nicht in die Öffentlichkeit.
Die Versuche einer Rechtfertigung durch Herrn Fabrizio Sepe sind paradox.

x

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Datum: 06.05.2010 14:43
Von: info@serengeti-park.de

Sehr geehrte Frau x,

trotzdem senden wir Ihnen unsere Stellungnahme:

mit großem Bedauern hat der Serengeti-Parks Berichte zur Kenntnis genommen, das Löwen aus dem Serengeti-Park an eine Farm in Südafrika verkauft wurden und dort Jägern zum Abschuss freigegeben worden sein sollen.

Richtig ist, dass der Serengeti-Park im November 2009 die besagten Tiere an einen Händler veräußert hat, mit dem wir bereits seit Jahren zusammenarbeiten. Trotz der Anfrage des Händlers die Tiere kaufen zu wollen, hat der Serengeti-Park darauf bestanden über den Verbleib der Tiere informiert zu werden. Daraufhin ist eine Farm in Südafrika genannt worden, die angab mit den Tieren züchten zu wollen und gleichzeitig die besagten Löwen für Fotosafaris einsetzen zu wollen. Dies wurde uns in umfangreichen Emailverkehr nachweislich versichert. Auch zum derzeitigen Zeitpunkt wird von der Farm darauf bestanden, dass die Tiere nie zum Abschuss freigegeben waren.

Heute, am 05. Mai 2010, um 11.45 Uhr erreichte uns die Mitteilung, dass der Abteilungsleiter vom Bundesamt für Naturschutz heute Morgen mit dem Ministerium für Naturschutz in Pretoria – Südafrika gesprochen hat. Dieser hat offiziell durchgegeben, dass die Löwen nicht für Jagdzwecke bestimmt sind, sie als Tiere aus dem Serengeti-Park identifiziert worden sind und leben.

Gerade weil dem Park die Arterhaltung von bedrohten Tierarten besonders am Herzen liegt, sind wir schockiert von dem veröffentlichten Bericht und verurteilen solches Jagdtreiben aufs Schärfste.

Der Serengeti-Park versucht aufgrund der Problematik bei der Unterbringung von Löwen bereits seit Jahren Nachwuchs bei seinen Löwen zu vermeiden. Sämtliche Löwinnen im Park sind zur Geburtenkontrolle mit Hormonstäbchen versehen. Leider funktioniert diese Form der Verhütung nicht fehlerfrei, so dass doch in unregelmäßigen Abständen Nachwuchs bei den Löwen auftritt. Das diese Jungtiere dann der Öffentlichkeit präsentiert werden, trägt im Übrigen auch dazu bei den Fokus der Öffentlichkeit auf diese bedrohte Tierart zu lenken.

Der Serengeti-Park engagiert sich seit Jahren für die Arterhaltung von bedrohten Tierarten. Dies tun wir, obwohl wir im Gegensatz zu Zoos keinerlei staatliche Zuschüsse erhalten und rein privatwirtschaftlich organisiert sind. Bereits in den 90er Jahren ist ein Nashorn aus dem Serengeti-Park in Afrika ausgewildert worden. Hierfür sind große Kosten auf den Serengeti-Park zugekommen. Alleine der Transport des Nashorns nach Afrika hat eine beträchtliche Summe gekostet – vom Wert des Nashorns einmal abgesehen. Würde der Serengeti-Park nur auf kurzfristige Profitmaximierung aus sein, würden solche und andere Aktionen nicht bei uns stattfinden.

Wir hoffen Ihre Fragen beantwortet zu haben und begrüßen ausdrücklich Ihr Engagement für den Artenschutz und Ihren Einsatz für Tierschutzrechte.

Mit freundlichen Grüßen

Fabrizio Sepe

Geschäftsführer

Serengeti-Park Hodenhagen GmbH

Am Safaripark 1

29693 Hodenhagen

Tel. 05164-97990

Fax 05164-800592

eMail: marketing@serengeti-park.de