Pelz und Stopfleber bei Amazon
AUSGANGSSITUATION: Protest
10.07.2010
An: Kundenservice Amazon.de
Sehr geehrte Damen und Herren,
bereits im November 2009 wandte ich mich an Sie, da Sie (bzw. Drittanbieter) tierquälerische Produkte wie Pelz und Stopfleber (Foie Gras) führen und davon profitieren. Es folgte eine Schriftverkehr, der sich bis ins Jahr 2010 hinzog.
Zum Angebot von Pelz gab es letztendlich keine Einsicht durch Amazon. Ihre Standard-Antwort lautet stets: “Amazons Ziel ist es, Kunden die größtmögliche Auswahl an Produkten zu bieten. Wir sind grundsätzlich der Meinung, dass Amazon – oder jeder andere Händler – nicht darüber entscheiden sollte, welche Produkte bzw. welche Inhalte von Kunden (nicht) erworben werden können, sofern diese legal erhältlich sind.”
Stopfleber wurde erfreulicherweise nicht mehr bei Amazon angeboten. Es schien, als wurde hier auf die Proteste eingegangen. Somit blieb ich zunächst Kundin, da ich der Meinung war, das Thema “Tierquälerische Produkte” würde intern besprochen und auf lange Sicht nicht mehr von Amazon untertstützt werden.
Leider musste ich nun erfahren, dass Amazon weiter am Verkauf von Echtpelz und Stopfleber zum Leid von Millionen von Tieren festhält. Ich möchte nebenbei darauf hinweisen, dass die Produktion von Stopfleber in Deutschland verboten ist.
Schade, dass sich Amazon nicht einmal mehr die Mühe macht persönliche Anfragen ebenfalls persönlich zu beantworten. Sicherlich erhalte auch ich auf diese Mitteilung eine automatisierte Antwort, die da so schön heißt: “Amazons Ziel ist es, Kunden die größtmögliche Auswahl an Produkten zu bieten.”
Doch: Selbstverständlich kann ein Unternehmen Produkte aus seinem Sortiment nehmen und somit enscheiden was es verantworten möchte. Sie haben sich schliesslich auch vom Angebot rechtsradikaler Inhalte distanziert.
Beispiel ihrer Konkurrenz: Supermarktketten. Diese übernehmen hier eine Vorbildfunktion für Amazon, denn dort wird weitestgehend schon lange keine Stopfleber mehr verkauft.
Fühle ich mich als Kunde nun bevormundet und kaufe dort nicht mehr ein? Wohl kaum. Ich schätze solch einen Schritt und neige daher dazu, vorzugsweise bei einem gewissenhaften Händler einzukaufen.
Da ich es leid bin, Ihnen fortwährend meine Abneigung kundzutun, werde ich mein Konto nun unwiderruflich löschen. Gerade in der heutigen Welt, werden Sie mit dieser gewissenlosen Einstellung nicht nur mich als Kundin verlieren…
Freundliche Grüße
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10.07.2010
An: Kundenservice Amazon.de
Amazon-Konto löschen
Hiermit beantrage ich die die sofortige Löschung meines Kontos mitsamt sämtlicher hinterlegten Daten und Verbindungen.
Zur Begründung möchte ich den Handel mit Pelz und Stopfleber anführen.
Zeitgleich widerrufe ich hiermit die Ihnen erteilte Einzugsermächtigung.
Zur Sicherheitsabfrage hier die Informationen zur letzten Bestellung:
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Bitte lassen Sie mir in den kommenden Tagen eine schriftliche Bestätigung meiner Kündigung und deren Wirksamkeit zukommen.
Mit freundlichen Grüßen
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ANMERKUNG: Eine Konto Löschung bei Amazon ist nur schriftlich via E-Mail oder Brief möglich!
Eine Art “Lösch-Button” gibt es nicht. Amazon fordert bei einer Löschung eine Sicherheitsabfrage.
Zitat Amazon: “Möchten Sie Ihr Konto bei uns schließen, bitten wir Sie um die Beantwortung einer Sicherheitsabfrage. Denn wir möchten ganz sichergehen, dass Sie als der Kontoinhaber die Schließung beantragen. Schreiben Sie uns doch bitte noch Informationen zu Ihrer letzten Bestellung — ein oder zwei Titel genügen”.


