Wohlhabende Menschen fordern Tötung von Straßenkatzen!

Dem Leben eine Chance geben

so sollte der Titel eigentlich lauten. Doch was derzeit in einer Siedlung in Estepona, einer Stadt an der Costa del Sol (Spanien) passiert, ist unbegreiflich und erschütternd. Vor allem, weil dieses Mal keine unwissenden, mittelosen, (Straßen-) Menschen beteiligt sind.

Hintergrund:

Urbanización Alcazaba Beach in Estepona: Eine schicke (Villen-)Siedlung für Ferienwohnungen als auch festen Appartments, umgeben von Strand, Gärten, Golfplätzen. Bewohnt überwiegend von Leuten aus allen Ländern (Franzosen, Briten, Schweizer, Deutsche etc.) – meist reiche Pensionäre.Dies klingt nach Luxus, und schönen Villen unter blauem Himmel am Mittelmeer, nach einer Oase der Ruhe und Erholung für die Menschen. Doch nicht nur diese genießen dort das Leben, wenn viele auch nur zur Ferienzeit, auch eine von Tierschützern betreute Katzenkolonie lebt seit 15 Jahren an diesem beschaulichen Ort. Doch dies soll sich nun ändern.

Seit geraumer Zeit, genau gesagt seit Mitte Juni, fühlen sich einige Sommergäste von den harmlosen Straßenkatzen belästigt So sehr, dass sie alles in Bewegung gesetzt haben um die 27 Katzen zu eliminieren, sprich von der städtischen Auffangstation mit dem wohlklingenden Namen „El Paraiso“ (das Paradies) in Kürze einfangen und töten zu lassen.

Am 15 Juni schickte die Verwaltung der Urbanisation einen Rundbrief an die Eigentümer, mit dem Hinweis, dass das Rathaus die „wilden, verlassenen und kranken“ Katzen vom 22. – 24.Juni 2010 einfangen werden, sowie mit der Warnung, die eigenen Katzen an diesem Tag nicht freilaufen zu lassen. Generell sei es nicht erlaubt Katzen außerhalb des Hauses zu füttern.

Doch, diese kleine Kolonie von ca. 30 Tieren ist nicht krank. Ganz im Gegenteil: Die Katzen befinden sich in einem sehr guten Gesundheitszustand, sie sind alle geimpft, kastriert und entwurmt, was zudem von dem Tierarzt Dr. Fernández Masía bescheinigt wurde. Auch wies dieser darauf hin, dass, wenn es keine Katzen mehr gibt, sich Mäuse, Ratten und Schlangen ungehindert vermehren würden.

Der erste Anschlag auf die Kolonie konnte Dank der Katzenfreunde „Amigos de los Gatos“ vor Ort gerade noch verhindert werden. 12 Katzen wurden umquartiert, für die restlichen Samtpfoten gab es leider keine Unterbringungsmöglichkeiten.

Zahlreiche Diskussionen per Telefon und Mail haben zu keiner Einigung geführt, zudem es lediglich vier Anwohner aus Madrid und Bilbao sind, die ausschließlich den Sommer in Estepona verbringen und sich über die Tiere beschweren. Die Mehrheit der Anwesenden fühlt sich nicht gestört und protestiert energisch gegen diese unglaubliche Intoleranz gegenüber der kleinen Katzenkolonie. Auch ist das Areal 80 000 Quadratmeter groß, rein rechnerisch stehen jedem Tier kanpp 3000 Quadratmeter Lebensraum zur Verfügung.

Die Verwaltung der Urbanisación “Administraciones y Servicios S.L“ vertreten von der Österreicherin Birgit Niederacher hat nun eine Mühle in Bewegung gesetzt, die kaum noch anzuhalten ist. Am 10. August fand eine Versammlung der Einwohner des Villenviertels statt. Obwohl angeblich so wichtig, war das “Thema Straßenkatzen” eines der Letzen Themen der Versammlung (Punkt 11 von 12). Somit war die Aufmerksamkeit und Konzentration der Anwesenden bereits auf dem Nullpunkt. Dadurch wurde beschlossen die städtische Perrera mit dem Fang und der späteren Tötung der Katzen zu beauftragen, obwohl erwiesen ist, dass die Katzen keine Gefahr fúr die öffentliche Gesundheit darstellen und ihre Gegenwart Mäuse, Ratten und Schlangen in Schach hält. Um Katzen dauerhaft aus Alcazaba Beach zu verbannen, würde man in Zukunft, sollten sich wieder neue Katzen an diesen eigentlich doch so schönen Ort verirren, nicht lange fackeln und umgehend ein Todeskommando beauftragen.

Es ist vollkommen unbegreiflich, wie man eine solche Entscheidung treffen kann, die Verlierer sind wieder mal die Tiere. Diese Straßenkatzen sind das Ergebnis der Verantwortungslosigkeit ihrer Besitzer und der Ignoranz derer, die die Arbeit der Tierschützer nicht zu schätzen wissen.

Quelle

Bitte schreibt Frau Niederacher, was ihr von der Entscheidung haltet.
Weist darauf hin, dass es keine richtige Abstimmung der Bewohner gab, welche in einem zivilisierten Land wie Spanien erwartet werden sollte. Außerdem sollte darauf hingewiesen werden, dass wenn  diese Katzen getötet werden, binnen kurzem neue Katzen da sind. Die Tötungsaktionen gehen weiter und weiter und weiter.
Sinnvoll wäre, die Katzen jetzt dort leben zu lassen und zugleich den Vorteil zu nutzen, keine Plage von Mäuse, Ratten und Schlangen zu haben.

Señora Birgit Niederacher

Administraciones y Servicios S.L.

cc. Gualdamina IV, local 16-17, 29670 San Pedro/Alcantara

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Fax 0034-952 88 08 86

info@alcazababeach.net


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